Andre Jung siegt bei Debüt - Ayhan Ekiz erneut geschlagen

 

Das Ilmenauer Osterturnier ist schon seit einigen Jahren ein fester Termin im Snookerkalender. Mit der Aufnahme in die Thüringer Snookerrangliste hat es sogar noch an Bedeutung gewonnen.

In diesem Jahr konnte mit 26 Spielern aus Apolda, Erfurt, Coburg, Mühlhausen, Chemnitz, Ilmenau und Limbach sogar ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet werden. Darunter befanden sich auch die 3 führenden der aktuellen Sächsischen Snookerrangliste. Diese Tatsache ließ auf einen spannenden und hochklassigen Turnierverlauf hoffen.

Die Auslosung fand bereits am Freitag statt um einigen Spielern eine etwas spätere Anreise zu ermöglichen und den Ablauf vorzubereiten.

Am Samstag startete dann die erste Gruppenphase bei bestem Osterwetter. Dabei gab es zwar  keine Überraschungen, jedoch bereits einige sehr gute Leistungen zu bestaunen. So spielte David Gärtner ein 59er-Break in seiner Partie gegen Ronny Zimmermann und zwei weitere Aufnahmen von mehr als 30 Punkten gegen Kian Sohns. Auch Marco Weber ließ sich nicht lange bitten, nachdem er gegen Ralf Müller den 1:1-Ausgleich hinnehmen musste, erzielte er im Entscheidungsframe 56 Punkte in Serie und gewann diesen dadurch.

Spannend machten es die Spieler der Gruppe A. Dort waren Ronny Zimmermann, Andreas Schneider und Kian Sohns nach den 6 Gruppenspielen sowohl punkt- als auch framegleich und der direkte Vergleich konnte auch keine Entscheidung bringen. Also mussten noch einmal 3 Shootouts gespielt werden, von denen auch wieder jeder Spieler einen gewann. Nun war "respottet black" an der Reihe und mit Ronny Zimmermann konnte sich endlich einer der Spieler in die nächste Runde retten.

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl und um alle starken Spieler setzen zu können, wurde das Feld in 7 Gruppen geteilt, in denen sich jeweils der Erste und Zweite für die nächste Runde qualifizierten.

Am Ostersonntag trafen sich dann die 14 im Turnier verbliebenen Spieler zur zweiten Gruppenphase. Hier machte David Gärtner munter da weiter wo er am Vortag aufgehört hatte und erzielte in seinen 3 Spielen Breaks von 43, 41, 37, 33 und 31 Punkten. Die anderen Favoriten (Andre Jung, Marco Weber und Ayhan Ekiz) setzten sich ebenfalls zügig als Gruppensieger durch. Dadurch ergab sich die Situation, dass das letzte Spiel in jeder Gruppe über das Weiterkommen entscheiden sollte. Es ging also schon vor der K.O.-Runde an jedem der vier Tische um alles oder nichts.

Dabei setzten sich Andreas Hartung gegen Florian Schmidt, Christian Franke gegen Sherief Shemeis und überraschend deutlich Mario Ilgen gegen Michael Haferung durch.

Nach langem Ringen mit Dominik Reiche zog auch Ronny Zimmermann, der schon am ersten Tag Überstunden machen musste, in die Runde der letzten 8 ein.

Im ersten Viertelfinale gab es dann gleich die bis dahin größte Überraschung des Turniers. Der Ilmenauer Lokalmatador Andreas Hartung setzte sich mit 2:0 gegen den so stark aufgetretenen David Gärtner durch. Dieser fand überhaupt nicht zu seiner Spielstärke und vergab zu viele seiner Möglichkeiten. Aber auch das Glück stand nicht auf seiner Seite, so hatte Andreas Hartung einige Flukes und glückliche Snooker, die das Übrige taten.

Kurzen Prozess machten hingegen die beiden anderen im Turnier verbliebenen Sächsischen Teilnehmer. Marco Weber und Andre Jung gewannen jeweils 2:0 gegen Mario Ilgen und Ronny Zimmermann. Im letzten Viertelfinale trennten sich die beide alten Bekannten Christian Franke und Ayhan Ekiz mit 1:2.

Letzterer konnte dann im Halbfinale mit einem klaren 3:0 über Marco Weber erfolgreich Revanche für das verlorene Supercup-Finale nehmen. In der anderen Partie der Vorschlussrunde rückte dann Andre Jung das Machtverhältnis zwischen Sachsen und Thüringen wieder gerade indem er Andreas Hartung nach dessen eigener Aussage "wie ein D-Zug überrollte". Andre Jung gelang bei seinem 3:0-Sieg außerdem noch ein 69er-Break, bei dem nach der leider verschossenen schwarzen Kugel noch einige Punkte zu holen gewesen wären.

Den dritten Platz sicherte sich Marco Weber mit einem schnellen 2:0 über Andreas Hartung.

Das Endspiel dauerte auch nicht viel länger. Hier musste sich Ayhan Ekiz trotz einer guten kämpferischen Leistung erneut geschlagen geben. Sein Finalgegner und die anderen noch zum Zuschauen gebliebenen Spieler konnten Andre Jung nur noch zu seinem verdienten 3:0-Sieg gratulieren.

Wir bedanken uns herzlich bei allen so zahlreich erschienenen Teilnehmern und hoffen auch weiterhin auf voll und stark besetzte Turniere.

Bis dahin „Gut Stoss“

(von Friedrich Neuber)

 

Höchste Breaks:

Andre Jung                  69, 37, 32

David Gärtner              59, 43, 41, 39, 37, 33, 31, 31

Marco Weber              56, 33

Michael Haferung         33

Kian Sohns                  32

Mario Ilgen                  32

Sherief Shemeis           31